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Das Ziel:
Prävention von sexualisierter Gewalt an Kindern

Das zen­tra­le Ziel der Arbeit von Irmi Wet­te mit „Pfo­ten weg!“ ist die Prä­ven­ti­on sexua­li­sier­ter Gewalt an Kin­dern. Irmi Wet­te setzt sich für eine gewalt­freie Kind­heit ein, denn Gewalt­er­fah­run­gen in der Kind­heit prä­gen ein gesam­tes Leben und damit auch unse­re Gesell­schaft. Kin­der, die sexua­li­sier­te Gewalt als Bestand­teil von Fami­lie oder ver­trau­ten Bezie­hun­gen erlebt haben, sind oft ihr Leben lang schwer trau­ma­ti­siert. Nicht sel­ten wer­den die Opfer im spä­te­ren Leben zu Tätern und es ent­steht ein dau­er­haf­ter Gewalt­kreis­lauf. Daher ist Gewalt­prä­ven­ti­on für uns alle – auch für Nicht­be­trof­fe­ne – wichtig.

Sexualisierte Belästigung und Gewalt an Kindern ist weit verbreitet

Sexua­li­sier­te Gewalt an Kin­dern ist ein weit ver­brei­te­tes Ver­bre­chen. Es kommt in allen Gesell­schafts­schich­ten und Lebens­be­rei­chen vor – sehr oft im ver­trau­ten Fami­li­en­um­feld oder aber im Umfeld von Schu­len, Ver­ei­nen und Frei­zeit. Der eigent­li­che Schutz­raum für Kin­der wird damit zum Minen­feld. Ver­trau­te Per­so­nen und Auto­ri­täts­per­so­nen wer­den zu Tätern. Durch die Abhän­gig­keit der Kin­der von ver­läss­li­chen Bezie­hun­gen sind sie beson­ders leicht angreif­bar und ver­letz­bar. Täter nut­zen die­se Abhän­gig­keit für ihre Taten aus.

Miss­brauch­te Kin­der haben oft gro­ße Schwie­rig­kei­ten über die erlit­te­nen Taten zu spre­chen und sich Hil­fe zu holen.

 

Gründe sind u.a.:

  • Kin­der erken­nen Über­grif­fe nicht als solche
  • Kin­der haben teils eine schlech­te Wahr­neh­mung für ihre Grenzen
  • Kin­der wer­den von den Tätern zur Ver­schwie­gen­heit gezwungen
  • Kin­der füh­len sich mit­ver­ant­wort­lich für die Taten
  • Kin­der wer­den von den Tätern in ihrer Eigen­wahr­neh­mung gezielt geschwächt
  • Kin­der haben Angst vor Bezie­hungs­ver­lust und Liebesentzug
  • Kin­der wol­len ver­trau­te Per­so­nen nicht verraten
  • Kin­der ver­lie­ren das Ver­trau­en in ihre Wahr­neh­mung und Gefühle
  • Kin­der regu­lie­ren das erleb­te Grau­en selbst, z.B. über Selbstverletzung

Spielerische Präventionsarbeit mit „Pfoten weg!“

Mit dem inter­ak­ti­ven Figu­ren­thea­ter­stück „Pfo­ten weg!“ wird das sehr schwie­ri­ge The­ma sexua­li­sier­te Gewalt kind­ge­recht und nied­rig­schwel­lig ver­mit­telt. Kin­der wer­den auf spie­le­ri­sche Wei­se in ihrer kind­li­chen Welt erreicht. Die umfas­sen­de Beglei­tung durch päd­ago­gi­sche Vor- und Nach­ar­beit, Akti­ons­tag und kind­ge­rech­te Medi­en ver­tieft das Erleb­nis und ver­an­kert wich­ti­ge Bot­schaf­ten in teil­neh­men­den Kindern.

Botschaften sind:

  • Du darfst offen über Dei­ne Gefüh­le sprechen
  • Dei­ne Gefüh­le und Gren­zen sind wich­tig und richtig
  • Du darfst Gren­zen deut­lich und spür­bar setzen
  • Du darfst unan­ge­neh­men Situa­tio­nen und Men­schen aus dem Weg gehen
  • Du darfst laut „Nein!“ sagen
  • Dein Kör­per gehört Dir allein
  • Du hast nie­mals Schuld
  • Du darfst mit ande­ren sprechen
  • Es gibt gute und schlech­te Geheimnisse
  • Du darfst Dir Hil­fe holen
  • Du darfst Dir Schutz suchen

Die drei Kat­zen­kin­der die­nen dabei als Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­gu­ren, die zum einen ihre gemisch­ten Gefüh­le beim Besuch von Onkel und Tan­te deut­lich zur Spra­che brin­gen und im wei­te­ren Ver­lauf mit Freun­din­nen und Freun­den Lösungs­stra­te­gien für die schwie­ri­ge Situa­ti­on und die unan­ge­neh­men Annä­he­rungs­ver­su­che der Ver­wand­ten entwickeln.

Irmi Wet­te ver­mit­telt die­se Geschich­te mit viel Fin­ger­spit­zen­ge­fühl, Humor und Fan­ta­sie, so dass die Kin­der begeis­tert dabei blei­ben. Die Kin­der ver­las­sen die Vor­stel­lung mit einem Gefühl der Bestär­kung und Ermutigung.

Das Rah­men­pro­gramm des Akti­ons­ta­ges und die Vor- und Nach­be­rei­tung sowie die vie­len kind­ge­rech­ten Medi­en sor­gen dafür, dass sowohl Kin­der als auch Eltern und Pädagog:innen zukünf­tig gut infor­miert und moti­viert mit die­sem schwie­ri­gen The­men­kom­plex umge­hen kön­nen und wis­sen, wo sie sich Hil­fe suchen können.